Einsatz der PHOS4green-Phosphat-Dünger in der Bio-Landwirtschaft

Bio-Tauglichkeit ist keine Utopie

PHOS4green setzt den Kreislaufgedanken konsequent um. Dieser ist auch erklärtes Ziel des biologischen Landbaus. Doch der Ökolandbau steht vor einem Dilemma: Weil Phosphorrecycling-Produkte aus Klärschlamm oder Klärschlammaschen derzeit noch nicht für den Einsatz zugelassen sind, wird weiterhin auf reines Rohphosphat zurückgegriffen. Doch der hohe Energieeinsatz bei Abbau, Aufbereitung und Transport aus den Ursprungsländern ist alles andere als nachhaltig und widerspricht im Grunde den Ansprüchen des Ökolandbaus. Hinzu kommt, dass die Qualität von Rohphosphathen abnimmt und an pH-Werte unter 6 gekoppelt ist, während der Gehalt an giftigen Schwermetallen wie Uran und Cadmium steigt – die Schadstoffe werden beim Düngen unvermeidlich in die Böden eingetragen.

Auch Klärschlamm und Klärschlammaschen sind schadstoffbelastet, deshalb müssen sie für den Kreislaufeinsatz weiterbehandelt werden. PHOS4green zählt zu den wenigen, großtechnisch bereits umsetzbaren, aschebasierten Verfahren, die beide Herausforderungen lösen: Es macht den Nährstoff Phosphor hochverfügbar und reduziert gleichzeitig den Schadstoffgehalt im Endprodukt signifikant – düngemittelkonform, abfallfrei und ohne Aschereste. Im Vergleich mit Rohphosphat weisen die erzeugten sauberen Phosphorrecycling-Produkte aus heimischen Quellen einen gleichwertigen Phosphatgehalt auf, sind nahezu schadstofffrei und ermöglichen im Gegensatz zum Rohphosphat eine gezielte Düngewirkung. Darüber hinaus lässt sich die Bioverfügbarkeit der Rezyklate auf unterschiedliche Bodenverhältnisse anpassen, und das Düngergranulat kann sehr viel zielgerichteter und sparsamer ausgebracht werden. Von der Reinheit und der Prozessqualität profitiert bislang nur der konventionelle Landbau, die Biolandwirtschaft muss weiter auf die Entscheidungen aus der Politik hoffen.

Wir finden, dass PHOS4green durch:

  • die Rückgewinnung/das Recycling von Phosphat aus einem Abfallstrom
  • keine langen interkontinentalen Transportwege – wie bei der Herstellung von herkömmlichen Düngern üblich – sondern Verwendung von lokal erzeugten Aschen
  • kontrollierte Düngung der Böden durch definierten Phosphatgehalt im Dünger im Vergleich zur direkten Ausbringung von Klärschlamm
  • die Einhaltung der in der Düngemittelverordnung (DüMV) und Regulation EG Nr. 2019/1009 geltenden Grenzwerte für Schadstoffe (siehe Schwermetall-Abreicherung)

definitiv ein für die Biolandwirtschaft geeigneter Herstellungsprozess für Düngemittel ist und als solcher offiziell anerkannt sein sollte.